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Wissenswertes rund um das liebe Geld

«Ein Verlust von 50 Prozent kann nur durch einen Gewinn von 100 Prozent wieder ausgeglichen werden.»

Prozentrechnen ist logisch, aber nicht immer ganz einfach.

Sparen

Anlegen

Die richtige Strategie

«Man muss sich entscheiden, ob man investiert, um sich zu amüsieren – wie im Casino, wo man allerdings auf lange Sicht nur verlieren kann –, oder ob man eine seriöse Anlageentscheidung treffen will. In diesem Fall ist eine passive Kaufen-und-Halten-Strategie das Richtige.»

Markus Spiwoks
, Dozent für Finanzwirtschaft, Tages-Anzeiger, 8.9.2008

Richtig

  1. Eine Strategie festlegen
  2. Die gewählte Strategie einhalten
  3. Nicht von der gewählten Strategie abweichen

  • Diversifizieren
    • Branchen
    • Länder/Regionen
  • Käufe zeitlich staffeln
    • Vermindert das Risiko, zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu kaufen
    • Wer regelmässig den gleichen Betrag anlegt, kauft durchschnittlich zu tieferen Kursen.
  • Ausdauer beweisen
    • Gut fährt, wer einige Jahre bis Jahrzehnte dabei bleibt

Falsch

  • Mangelhafte Planung (man macht etwas, weil es andere auch tun)
  • Referenzpunktverhalten - der Versuch, frühere Entscheidungen zu rechtfertigen, statt sich neu zu orientieren
  • Irrationaler Überschwang - Erfolg wird auf eigenes Geschick zurückgeführt, man geht mehr Risiken ein, am Ende verliert man alles
  • Frustlähmung - nach einem Verlust passiv werden oder gar alles verkaufen

Diese Liste typischer Fehler, die Privatanleger oft begehen, ist inspiriert von einem Artikel in der NZZ vom 10.9.2005 über Thorsten Hens, Professor am Institut für Finanzökonomie und Monetäre Theorie am Institut für empirische Wirtschaftsforschung IEW der Universität Zürich.


Fonds

Ausgabekommission
Privatanleger sollten nie mehr als 1,5 Prozent bezahlen, verhandeln kann sich lohnen - institutionelle Anleger zahlen 0,3 bis 0,5 Prozent. Quelle: Cash, 25.8.2005
Fondsmanager
Es könnte interessant sein, wie lange ein Fonds schon den gleichen Manager hat, bzw. wie, wo und mit welchem Erfolg ein Fondsmanager früher gearbeitet hat.
Ranglisten
Vorsicht bei der Interpretation - die Vergangenheit gibt keinen Aufschluss über die Zukunft. Und wer ein Jahr lang Glück hat, kann auch über drei Jahre gut dastehen, auch das ist somit nur bedingt eine Referenz für den Fondsmanager.


Aktien

Aktien mit hoher Dividende

Renditestarke Titel bieten Vor- und Nachteile:

  • In Baisse-Zeiten verlieren sie regelmässig deutlich weniger an Wert als wachstumsorientierte Titel
  • In Tiefzinsphasen sind sie eine interessante Alternative zu Obligationen
  • Ausschüttungen sind Einkommen und darum zu versteuern

Gute Aussichten

Folgende Titel versprechen (u.a.) hohe Renditen für 2005/2006: Swiss Prime Site, Allreal, Bank Vontobel, Ciba SC, Swisscom, National-Versicherungen, LLB, Generali, VP Bank, Zehnder, Zschokke, Luzerner Kantonalbank, UBS, CS Group, Rieter, Nestlé. Quelle: Cash, 25.8.2005

Vorsicht Bauernfängerei

Verlage wie der Verlag für die deutsche Wirtschaft AG werben Kunden für Publikationen wie "Die Aktien-Analyse" und versprechen dabei das Blaue vom Himmel: «Qualitätsaktien, die +85,03% Gewinn von Mitte 2003 bis 2005 gemacht haben» oder «Auch ohne Vorkenntnisse und mit wenig Zeit verdienen Sie mit Aktien erheblich mehr Geld als bisher» und «Machen Sie es wie Getty, Flick und Buffet». Und was kostet der Segen? 98 Franken das Buch und die Gratisgeschenke - und dann die monatlichen Analysen (ca. 70 à 1.40), wieder 98 Franken, im Jahr also gegen 1200 Franken. Nun wird auch klar, warum der Verleger lieber in teure Werbung als direkt in Aktien investiert.


Obligationen

(Derzeit nicht so interessant.)

Rendite

Schlaue Leute haben schon versucht auszurechnen, was eine realistische Rendite ist. Aufgrund eines Gutachtens der Universität St. Gallen entschied sich das schweizerische Bundesgericht 1999/2004 für folgende Renditesätze, je nach Anlagestrategie:

  • konservativ 1,65 %
  • aggressiv 3,45 %
  • mittel 2,25 %

Der Schweizerische Versicherungsverband SVV rechnet mit 2,2 bis 4,9 Prozent.
Quelle: Cash Value, 25.8.2005

Hypotheken

siehe Hypotheken

Prognosen

Die Zukunft kennt niemand, alle Voraussagen basieren immer auf Werten der Vergangenheit.

«[...] die Wissenschaft hat die wesentlichen Zusammenhänge des Geschehens an den Kapitalmärkten noch gar nicht verstanden.» [...] «Die Modelle sind unangemessen, zu stark vereinfachend und haben mit der Realität wenig zu tun.»

Markus Spiwoks
, Dozent für Finanzwirtschaft, Tages-Anzeiger, 8.9.2008

Links

  • finfox.nzz.ch - diverse Finanzrechner, Produktvergleiche, Erklärungen, ... Verglichen werden allerdings nur Produkte einiger Partner.
  • FAZ-Börsenspiel

Aktuelle Änderungen (alle) | Edit SideBar Zuletzt geändert am 04.05.2010, 23:17 CEST
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